Hamburger Hoffnungsflotte

Segeln für die Hoffnung

Eine Familie aus Hamburg - Mutter, Vater und fünf Kinder. Vier von ihnen sind schwerkrank und werden von einem Kinderhospiz betreut. Sie leiden an unterschiedlichen Krankheiten: eines hat nur ein halbes Herz, bei einem anderen wurde ein Tumor im Kopf diagnostiziert. Wieder ein anderes Kind leidet schwer an Asthma. Nur eine 14jährige Tochter ist gesund. Andere Kinder haben Vater, Mutter, Bruder oder Schwester verloren. Sie wurden missbraucht und gedemütigt. Sie leiden unheilbar an Kinderdemenz oder erlitten schwerste Brandverletzungen. Zum ersten Mal stach in diesem Jahr die Hamburger Hoffnungsflotte in See. Mit an Bord waren 18 Kinder zwischen 12 und 16 Jahren – 36 weitere stehen auf der Warteliste. Denn schon jetzt weiß die Vorsitzende des Vereines, Gaby Schäfer: „Die Hamburger Hoffnungsflotte gibt es auch im nächsten Jahr. Noch größer mit mehr Schiffen. Damit wir noch mehr Kinder mitnehmen können.“

Was 2007 klein begann, hat große Ausmaße angenommen: Damals gründete Gaby Schäfer (45) den Sprockhöveler Verein „sunshine4kids“, der sich auf Segelangebote für Kinder in (extrem) schwierigen Lebenssituationen spezialisierte. Sie hat sich allerdings nicht vorstellen können, welche Dimensionen die Hilfe annehmen würde. Zum ersten Mal stach nun eine Hoffnungsflotte auch im hohen Norden in See. „Wir haben 13 Betreuer an Bord gehabt. Ehrenamtliche Skipper, Ärzte, Therapeuten und viele andere Menschen, denen diese Kinder am Herzen liegen, haben alles getan, um ihnen sorgenfreie Tage zu ermöglichen.“

Hafenrundfahrt, Jollen Segeln auf der Alster, sogar ein Musical-Besuch von „König der Löwen“ gehörte zum Programm. Das Hauptaugenmerk lag allerdings auf dem Segeltörn nach Glückstadt. Es waren sehr bewegende Momente. Alle Kinder haben schwere Schicksale. Für das sunshine4kids Team war es sehr berührend, mit ihnen Zeit zu verbringen.